Startseite
Ihr Ansprechpartner
EVENTS
FACES of MUSICAL
SON et LUMIÈRE
A CELEBRATION OF CHRISTMAS
REFERENZEN/KÜNSTLER
CHÖRE
Home: Wilma Harth, Sopran
Memories
Presse
Archiv
Gästebuch
Kontakt
Halle Meiersheide
Impressum


Veröffentlicht am: 25. Juni 2009


Die vorletzte Schnupperprobe führte mich wiederum in die Eitorfer Gaststätte „Scheel Seck“, wo diesmal Chordirigent Wolfgang Harth den richtigen Ton angab. Die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores „Eintracht“ 1909 Eitorf-Harmonie e.V. (Chorverband Rhein-Sieg) hörten dem Chorleiter gerne zu, obwohl man sich insgeheim wohl schon auf den Grillabend freut, ehe man sich in die erwähnten Chorferien verabschiedet. Sie haben sich diese Sommerpause aber auch redlich verdient, denn das 100-jährige Bestehen seit der Gründung als Männerchor (unter dem langjährigen Dirigenten Peter Sonntag sogar zum Meisterchor des ChorVerbandes NRW avanciert) und die jüngsten Aktivitäten hatten Chor und Chorleiter doch vieles an Probearbeit abverlangt. Chorvorsitzender Michael Reinsch und sein Vorstand wissen wohl ein Lied davon zu singen.

Doch man geht nicht nur neue und zukunftsträchtige Wege, sondern sucht immer wieder die Herausforderung. So will man eine Sonntagsmesse zum Bergfest in der Wallfahrtskirche in Hennef-Bödingen gestalten, wo Wolfgang Harth als Kirchenmusiker fungiert. Darüber hinaus wird sich der Gemischte Chor auf dem Siegburger Chorfest präsentieren. Auch das 10-jährige Jubiläum als Gemischter Chor im nächsten Jahr wirft schon seine ersten Schatten voraus. Apropos, neue musikalische Wege und Innovation im Chor! Wolfgang Harth und Michael Reinsch haben sich ein Beispiel am Bonner Jazzchor genommen und wollen nach und nach alle Chortitel auf CD-ROM brennen, um eine aktuelle Tondokumentation zu haben und neuen Sängern eine Hörhilfe an die Hand zu geben. Der engagierte Chorleiter arbeitet stringent nach der Devise, bewußt am Ton zu arbeiten und so alle harmonischen und rhythmischen Wendungen und musikalischen Kniffe zu gestalten und zu meistern. Die Stimm- und Einsingübungen, auf die der Chorleiter großes Augenmerk legt, dienen allesamt dazu, den beweglichen Stimmsitz zu fördern und die erforderliche Tonsicherheit („der Ton muß regelrecht einschweben“) bis in die höchsten Stimmlagen zu festigen.

Die instruktive Stimmbildung mündete in furiosen Tempoübungen und Akzentuierun -gen, ehe man Eric Claptons bewegenden Konzerttitel „Tears in Heaven“ als weitere Einsingübung noch einmal Revue passieren ließ. Das Spiritual „May the Lord send angels“, in dem die Bässe sogar das Kopfregister bemühen mussten und dies auch wirklich taten, war ein gutes Beispiel für die aussagefähige Gestaltung, die Wolfgang Harth immer wieder fordert. Das balladenhafte „Stay with me“ von Matthias Nagel (erfolgreich wie ein „Stundenchor“ interpretiert) wollte er „sphärischer“ gesungen und gestaltet haben, obwohl er mit der Interpretation nicht unzufrieden schien. Die lebendige Chorprobe klang mit dem Erfolgstitel „Oh happy day“ aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“, der dramatischen Popballade „You raise me up“ und dem „Ihr von Morgen“ von Udo Jürgens aus, das Wolfgang Harth für Chor und Klavier arrangiert hat.
Walter Dohr

Schnupperprobe bei der Chorgemeinschaft Allner - Bröl

veröffentlicht am 19. 06. 09  in Chor Live Online

Die Chorgemeinschaft der Männerchöre aus Allner und Bröl (Chorverband Rhein-Sieg), der saisonbedingt im Allner Bürgerhaus und im Landgasthof Wolters in Bröl probt, traf sich bei der jüngsten Chorprobe in Hennef-Bröl. Musikdirektor und Chorleiter Wolfgang Harth vertiefte sich mit seinen Sängern in die Stimmbildung, um die Stimmen lockerer und beweglicher zu machen. Er feilte an der Vokalfärbung, machte den Singstimmen das chorische Atmen immer wieder bewußt und beschäftigte sich intensiv mit Inter -vallfolgen und ausgesuchten Tonübungen. Nach einer kurzen Verschnaufpause inter -pretierte die Chorgemeinschaft ein stimmschönes, auswendig gesungenes und rhyth -misch betontes Spiritual, an dem sich die Sänger nach Herzenslust aussangen und zur Akzentuierung mit klatschten. Mir gefiel dieses effektvolle Chorwerk ausnehmend gut und es wird wohl auch dem Publikum gefallen haben, dem die Chorgemeinschaft u.a. diesen geistlichen Chorsatz auf der Chorreise in die Fränkische Schweiz nach Bamberg, Bayeuth, Kulmbach und Würzburg offeriert hatte. Ein solcher Liedsatz bietet die Gelegenheit, den Spaß am Singen überzeugend zu demonstrieren.

Diese Intention ist Wolfgang Harth, der unermüdlich an der richtigen dynamischen Gestaltung und sorgfältigen Stimm- und Vokalfärbung arbeitete, ein besonderes Anliegen. Zur glaubhaften und authentischen Interpretation müssen die Empfindungen in der Musik zu spüren sein und das Publikum erreichen. Die Musik ist der eigentliche Nerv, von dem der Hörer unmittelbar getroffen und angesprochen wird, wenn sich der Sänger mit dem Gesungenen identifiziert und das Einstudierte verinnerlicht hat.

Wolfgang Harth gab seinen Sängern genügend Gelegenheit, diese unabdingbare Zielsetzung gesanglich und musikalisch umzusetzen. Ein beredtes Beispiel hierfür war die Hymne „La Libertà“ („Die Freiheit“), das einer Sammlung von Gedichten von Papst Paul II (Karel Wojtyla) entnommen ist, zu deren Interpretation sich der weltberühmte Tenor Plácido Domingo (Musikproduzent und Komponist: Plácido Domingo jr.) inspirieren ließ und sie unter dem Tiel „Amor Infinito“ im letzten Jahr auf einer CD eingespielt hat. Wolfgang Harth hat diese Hymne, die ein beeindruckendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit ist, für Männerchor und Klavier bearbeitet. Sie wird beim Gedächtniskonzert zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls am Samstag, 3. Oktober 2009, 16.00 Uhr in der Aula der Hennefer Kopernikus-Realschule aufgeführt und von Harth mit noch einer größeren Chorgemeinschaft dirigiert. Die besagte Freiheitshymne, das pathetische „Conquest of Paradise“ (bearbeitet von Bernd Hans Gietz) und das balladenhafte „Träume sind stärker“ von den populären „Schürzenjä -gern“ (arrangiert von Kreischorleiter Christian Köppl) boten immer wieder Zäsuren, um Partitur treue, Dynamik, Tempo, Lautstärke, Vokalfärbung und stimmliche Beweg -lichkeit zu korrigieren um für das Gedächtniskonzert bestens gewappnet zu sein. Walter Dohr


Der Gemischte Chor Eitorf Harmonie und sein Dirigent Wolfgang Harth                                                           "in concert".

Rhein-Sieg-Anzeiger:                                                                         Vorgeschmack aufs Fest. Im Theater am Park stimm­ten die Zuhörer nicht selten in die Stücke ein, die die Chorgemeinschaft mit Blick auf das anstehende Jubiläum präsentierte. 


von BRITTA GURKE

Eitorf - „Music brings us together - Musik bringt uns zusammen":

Gleich in mehrfacher Hinsicht be­stätigte sich für die Chorgemeinschaft „Eintracht" Harmonie dieses Motto, das die Sänger als Auftakt zum Jubiläumsjahr über ihr Konzert gestellt hatten. Im voll besetzten Theater am Park stimmten die Zuhörer nämlich nicht selten in die bekannten Melodien aus Musical und Pop ein, die die Chorgemeinschaft präsentierte. Im nächsten Jahr feiert der ehemalige Männerchor seinen 95. Geburtstag, das große Konzert im Theater am Park war nun Vorgeschmack auf die anstehenden Feierlichkeiten.

Rund 60 Sänger zwischen 20 und 70 Jahren füllten die Bühne und be­eindruckten optisch ebenso wie akustisch. Doch nicht immer bildete der Chor in der Vergangenheit eine solch starke Gemeinschaft. Wegen fehlendem Nachwuchs beschlossen die Mitglieder des MGV „Ein­tracht" vor fast vier Jahren, ihren Chor auch für Sängerinnen zu öff­nen. In nur wenigen Wochen waren so viele Neuanmeldungen einge­gangen, dass die Sänger wirklich re­sümieren konnten: „Die Musik ver­eint jung und alt." Schwerpunkt der Chorarbeit sind nun moderne Stü­cke, häufig singt die „Eintracht" in englischer Sprache. Die Männer sind mittlerweile in der Unterzahl, neue Sänger sind also gern gesehen.

Zum Jubiläumskonzert waren ak­tuelle Musical- und Pophits ausge­wählt worden, aber auch an die et­was älteren Zuhörer war durchaus gedacht. So erkannte wohl jeder gleich bei den ersten Tönen den Bea­tles-Song „Let it be", und auch für „Dancing Queen" von Abba gab es viel Applaus. Mal romantische, mal freche Musical-Klänge stimmte So­pranistin Inna Herrmann an. Die Hennefer Showtanzgruppe rund um Angela Werner lockerte das Pro­gramm mit Broadway-Einlagen auf. Unter der Leitung von Wolfgang Harth lief die Chorgemeinschaft dann im Finale zu Höchstform auf und sang mit überspringender Be­geisterung ihr Lieblingsstück, „Mu­sic brings us together" von Russell Robinson.

Die „Eintracht" feierte an diesem Abend nicht nur für sich selbst, sondern spendete einen Teil der Einnahmen für den Wiederauf­bau der durch einen Brand zerstör­ten Evangelischen Kirche.    



Rhein-Sieg-Rundschau:                                                                                       Jung, frisch und fetzig: Music Brings Us Together


von PETER LORBER

EITORF. Seinen Konzerttitel „Music Brings üs Together" -Musik führt uns zusammen -kann der gemischte Chor Eintracht Harmonie Eitorf kaum als Adresse an sich selbst ge­richtet haben, denn die vor Freude sprühenden Sängerinnen und Sänger und ihr Dirigent Wolfgang Harth präsentierten sich im Theater am Park bereits als geschlossene Einheit. War die Losung allerdings ans Publikum gerichtet, so bestätigte sie sich bereits wenige Takte, nachdem das Konzert im Theater begonnen hatte.

Jedenfalls waren das rhythmische Mitklatschen und die lauten Jubelrufe zum Ende jeden Liedes als Zustimmung zum Programm der Eintracht zu werten. Dirigent Wolfgang Harth ging mit seinem Kon­zept der vielen englischen Ti­tel und dem teilweisen Halbplayback gewiss ein Risiko ein, doch gaben ihm ein volles Haus und die Begeisterung der Konzertbesucher Recht. Dabei hatte Harth, der auch als vortrefflicher Dirigent streng klassisch und auch als Dirigent geistlich ausgerichteter Musik in der Region bekannt ist, nichts anderes gemacht, als die Literatur dem Charakter seines Ensembles anzupassen - nämlich jung, modern, frisch und auch ein bisschen fetzig. Umso mehr sind da die älteren Semester in den Reihen der Eintracht zu loben, denen das Englisch  offenbar  keine Probleme bereitete und die ebenso im Takt der Musik wippten und während der zwei Stunden gleichermaßen ausgelassen wie konzentriert agierten.

Als zuverlässiger Begleiter erwies sich einmal mehr Frank Hoppe, etwa beim forschen „Über den Wolken" von Liedermacher Reinhard Mey oder dem Eurovisions-Sieger „Puppet on a String". Gefeiert wurde Abbas treibend interpretiertes „Dancing Queen" ebenso wie die beiden ruhigen „Tears in Heaven" (Eric Clapton) sowie Cat Stevens „Morning has Broken".

Das Finale „Music Brings Us Together", mit dessen Thema das Konzert instrumental eröffnet worden war und bei dem sich die glänzende Solistin Inna Herrmann mit dem Chor verbündete, brachte das Fass der Begeisterung schließlich zum Überlaufen, so dass das Publikum die Konzert-Mitwirkenden erst nach nicht weni­ger als drei Zugaben von der Bühne im Theater am Park ließ.


Benefizkonzert des Gemischten Chores Eitorf-Harmonie am 06. Juni 2009 mit dem Bröltaler Musikverein

Veröffentlicht am: 8. Juni 2009

Chorleiter Wolfgang Harth hat schon immer neue Wege in der Chormusik beschritten. Dies zeigte auch das Konzert in der gutbesuchten St.Josef-Kirche in Eitorf-Harmonie, das als Benefiz- und Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Bestehen des Gemischten Chores „Eintracht“ 1909 Eitorf-Harmonie e.V. (Chorverband Rhein-Sieg) veranstaltet wurde. Der Chor, der noch Mitglieder sucht und dienstags ab 20.15 Uhr in der Gaststätte „Scheel Seck“ in Eitorf-Kelters probt, hatte sich mit dem agilen und beredten Vorsitzenden Michael Reinsch dafür entschieden, mit dem Erlös Projekte von Pater Jan in der Kinder- und Jugendseelsorge in der Eitorfer Pfarrgemeinde St. Patricius zu unterstützen. Wolfgang Harth hatte das Konzert unter das Motto „Pater Jan´s Traum“ gestellt, wobei der Pater nicht von einem neuen Kinderchor träumt, sondern von einer besseren Welt. Wer träumt nicht von Liebe und Frieden, einer Welt ohne Angst und Zerstörung, wer sehnt sich nicht nach einer dauerhaften Freundschaft und möchte nicht ausgegrenzt werden oder wer denkt nicht ohne Sorgen an die Welt von morgen? So gesehen waren die Themen, die von verschiedenen Chormitgliedern rezitiert wurden genau so aktuell wie die populären Film- und Musicalmelodien.


Vom ersten Augenblick glaubte man, in einer übergroßen Klangmuschel zu sitzen. Die moderne Rundkirche hat eine übermäßige Akustik, was bei dem hervorragend disponierten Bröltaler Musikverein unter der bewährten Leitung von Robert Engelberth am meisten auffiel. Aber für einen Bläser ist das Forte eben ein Forte! Gesungen und musiziert wurde ohne Fehl und Tadel. Dabei hatten die beiden Dirigenten ihren Anteil am musikalischen Geschehen, ebenso wie der souverän und kompetent mitgestaltende Pianist Frank Hoppe als Lied- und Chorbegleiter und die reizende, stimmlich präsente Solistin Wilma Harth.

Chor und Musikverein waren mit viel Verve und Inspiration bei der Sache und zwar vom ersten bis zum letzten Ton an. Da reihten sich die Spirituals und Erfolgstitel aus den Musicals „Les Miserables“ (in der Bearbeitung von Wolfgang Harth), „The Lion King“ und „Aspects of Love“, „Tears in Heaven“ und „You raise me up“ (alle in englischer Sprache gesungen) wie eine schöne Perlenkette aneinander und gerieten besonders in den weichen Pianopartien zum Entzücken des Publikums, das nicht mit Applaus geizte. So erging es auch dem Musikverein mit den prächtigen Trompeten in den effektvoll vertonten Stücken der holländischen Komponisten Kees Vlak und Ted Huggens (Pseudonym für Henk von Lijnschooten), die beste Bläsertradition verkörpern. Der Bläserdirigent hatte den wertgeschätzten „Kanon in D“ von Johann Pachelbel gekonnt arrangiert und und diese der „Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ und der „Pavane in blue“ von Ted Huggens vorangestellt. Zum Dank für die stehenden Ovationen intonierte der Chor den „Stammbaum“ der Kölner Barden „Bläck Fööss“. Walter Dohr